Die Laufwoche
Vor fast drei Wochen habe ich mir einen neuen Laufplan erarbeitet. Ich habe herausgefunden, dass ich ohne große Probleme sehr früh am Morgen laufen gehen kann. “Sehr früh” heißt für mich, zwischen 5:30 Uhr und 6:20 Uhr irgendwann aufzustehen, und zehn Minuten später schon loszulaufen. Ich trinke dann nur etwas Wasser und esse vielleicht eine halbe Banane, oder auch mal gar nichts. Dann nehme ich mir exakt 30 Minuten zum laufen vor. Ich schaffe dabei fast immer 5 km.
Da das selbst bei der größten Hitzewelle aller Zeiten so gut funktioniert, habe ich mir eine feste Anzahl an Kilometern in der Woche zum Ziel gesetzt. Angefangen bei 30km will ich mich alle drei bis vier Wochen etwas steigern. Als nächstes 35, dann 40, dann 45, und so weiter.
Ich will auch meine Technik verbessern und kümmere mich deshalb gerade darum, meine Schrittfrequenz zu erhöhen. Eine höhere Frequenz bedeutet auch mehr Belastung, deshalb warte ich mit der Erhöhung der Distanz noch etwas länger als geplant. Mein aktuelles Ziel ist 165 Schritte pro Minute.
Letzte Woche hatte ich Knieschmerzen. Die verfolgen mich schon mein halbes Leben und sind nie richtig schlimm, aber eben ein Schmerz der irgendwie vom Laufen hervorgerufen wird, und deswegen Gegenmaßnahmen benötigt. Maßnahmen in Form vom Pausen und reduzierter Belastung. Zum Glück ist es kein Schmerz der während dem Laufen auftritt, sonst könnte ich wahrscheinlich direkt aufhören.
Mein Ansatz mit Pausentagen und reduzierter Distanz war wohl der richtige, denn diese Woche ist schon wieder alles bestens. Ich war heute den vierten Tag in Folge laufen und fühle mich sehr gut.
Was mir ein bisschen zu denken gibt, ist der Fakt, dass ich ein eher monotones Training mache. Ich versuche fast immer so langsam wie möglich zu laufen, ohne das die Form darunter leidet. Aktuell läuft das in etwa auf ein Tempo von 6 min/km hinaus. Da ich ausschließlich in diesem Tempo laufe bedeutet das eine gewisse Monotonie und das ist laut diversen Ratgebern (und dem Internet) schlecht, weil der Körper sich dann wohl zu sehr an diesen Rhythmus gewöhnt.
Die Muskeln brauchen Abwechslung und ich habe da schon eine Idee. Ich will ab jetzt zweimal die Woche “Strides” einbauen. Am Ende eines einfachen Laufes gibt’s dann auf gerader Bahn noch zweimal einen lockeren Sprint, jeweils gefolgt von einer Minute zur Erholung traben oder gehen.
Mein Highlight der Woche war es, an einem frisch geernteten Weizenfeld entlang zu laufen. Gegenüber stand der Mais zwei Meter hoch. Die Weizenstoppeln standen artig in Reih und Glied und dazwischen saß ein Feldhase, der aufgeregt davonhoppelte als ich ihm zu nahe kam.